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Funktion: Skipper

2006 Segeltörn Schweden - Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln

Besatzung: 8
Schiffstyp: Bavaria 390c
Datum von: 12.08.2006
Datum bis: 25.08.2006
Seemeilen: 440 sm
Fahrtroute: Rostock (Deutschland)- Klintholm (Dänemark) - Kopenhagen - Helsingborg (Schweden) - Svendborg (Dänemark) - Orth/Fehmarn (Deutschland) - Rostock

 
2007 Apr. Segeltörn Mittelmeer West (Spanien)
2006 Juli/Aug. Segeltörn Adria Nord (Kroatien)


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Segeltörn in der Dänischen Südsee

Logbuch

(geschrieben von unserem Logbuch-Chronisten Georg R.)


Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 13. August 2006: Rostock (GER) – Klintholm (DK)


Skipper: Werner M.
Crew: Florian L. (Co-Skipper), Chantal G. (Smutje, Bordärztin), Christa H. (Bordkassier, Reisezielvorbereitung), Georg R. (Logbuch-Chronist), Gertrude M., Bernhard M., Thomas L.
Der erste Tag der Reise war für alle, aber vor allem für die Jungsegler ein Erlebnis. Das Auslaufen aus dem Rostocker Hafen, vorbei am Industriehafen sowie an großen Passagier- und Kriegsschiffen unter den neugierigen Blicken vieler Zuseher war ein viel versprechender Start für unsere Fahrt. Kurz nach dem Ablegen wurden allerdings schon die ersten Probleme deutlich: Viele der unerfahrenen Passagiere versagten bei der Knotenkunde kläglich! Erst nach wiederholtem Kiel holen stellte sich der gewünschte Lernerfolg ein.
Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Der ursprüngliche Plan war, am ersten Tag nach Stralsund zu segeln, und Tags darauf Kurs auf Dänemark zu nehmen, doch leider hatte das Schiff von Käpt'n Gattermayr einen technischen Defekt, sodass die Reise nach Møn um einen Tag vorverlegt wurde. Während der Überfahrt gerieten wir in einen waschechten Sturm! Die ständigen Beteuerungen unseres Kapitäns, dies sei nur ein laues Lüftchen, verloren in dem Moment endgültig ihre Glaubwürdigkeit, als wir mit knapper Müh und Not an einem riesigen Tornado vorbei segelten. Nach gut 11 Stunden erreichten wir unseren Zielhafen Klintholm, wo wir die Eingeborenen mit 1 ½ eher ungewöhnlichen Anlegemanövern in Erstaunen versetzten.

 

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Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 14. August 2006: Klintholm (Møn)


Als der Morgen des zweiten Tages langsam über die Dünen Klintholms kroch, bot sich dem unbedarften Beobachter ein Bild des Schreckens. Die Mannschaft, wie auch das Schiff, waren in einem verheerenden Zustand. Der Kampf mit Wind und Wellen, die tagelangen Strapazen auf hoher See, die schlechte Verpflegung und die nächtelangen Lagebesprechungen – all das hatte allen schwer zugesetzt. Wenn man in die freudlosen und fahlen Gesichter blickte, dann konnte man sehen, wie nahe dem Wahnsinn diese armen, von Skorbut zerfressenen Wesen waren. Unser weiser und großmütiger Kapitän tat in dieser Situation das einzig Richtige: Er lies das Schiff im Hafen und ordnete einen Ruhetag an. Einige Crewmitglieder gingen sofort an Land um dringend benötigte Waren für das Schiff zu organisieren. Nahrungsmittel konnte man noch relativ leicht vor Ort in Klintholm gegen Glasmurmeln eintauschen, aber ein paar, für dringende Reparaturen am Schiff benötigte, Gegenstände waren nur in einer größeren Siedlung am anderen Ende der Insel zu bekommen. Abends, nach dem die frischen Vorräte verstaut, und die Reparaturen durchgeführt waren, wurde frisch gefangener Fisch zubereitet, und man konnte sehen, wie die Lebensgeister in die geschundenen Gesichter zurückkehrten.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 15. August 2006: Klintholm (Møn) – Køge (Seeland)


An unserem zweiten Tag auf See zeigte sich das Meer Anfangs von einer unwirtlichen Seite. Wir legten um 1000 in Klintholm ab, und fuhren bei Regen gegen Wind und Wellen auf das Meer hinaus – kaum war die offene See erreicht, entbrannte zwischen den 3 Schiffen ein ehrgeiziger Wettstreit darum, wer als erster in den Hafen von Køge einlaufen werde. Was soll man sagen? Das Rennen war zu keinem Zeitpunkt sonderlich spannend: Während Kapitän Gattermayr, von seinen Manövern selbst verwirrt, zielstrebig Kurs auf Mexiko nahm, war es an Bord des Schiffes „Irmgard“ generell nautisches Unvermögen, das eine schnellere Fahrt, und damit ein besseres Abschneiden verhinderte. Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Und so blieb es der Eva-Maria vorbehalten, als erstes Schiff in den Hafen von Køge einzulaufen um dort den Ruhm für diese große seemännische Tat ein zu heimsen. Des Abends machte sich dann noch ein kleiner Trupp von unerschrockenen Forschern auf den Weg, um das Hinterland von Køge zu erkunden und eventuell zu den hier ansässigen Dänen Kontakt aufzunehmen – ein Vorhaben, das von den sich an den 2400 Zapfenstreich haltenden Einheimischen einigermaßen sabotiert wurde. Unverrichteter Dinge kehrten sie auf die Schiffe zurück, wo sie versuchten, die Schmach der gescheiterten Expedition mit Alkohol fort zu spülen.

16. August 2006: Køge (Seeland) – Dragør Fort (Amager)

Die Irrfahrt der Eva-Maria

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Das Wasser war ruhig und der Wind war kühl
Kopenhagen, so lautete unser Ziel
Als wir Segel setzten nach Norden
Unser Bug der pflügte durch Wellen und Gischt
Und die Sonne brannte uns auf das Gesicht
Unsre Herzen war'n bar aller Sorgen

Und wir sangen ein Lied als wir flugen voran
Fest am Kurs hielt stets unser Steuermann
Und der Wind kam stetig von Süden heran
In der Ferne sah man schon Øresund
Und die Brück' zwischen Dän'mark und Schwedengrund
Køge war schon zurück geblieben.

Doch plötzlich kam aus des Schiffes Rumpf
Ein hämmerndes Pochen, zu laut und zu dumpf
Und der Fehler war leicht zu finden
Als das Getriebe brach und wir trieben umher
Wie ein loses Stück Holz am unendlichen Meer
Da schien all unsre Hoffnung zu schwinden

Über Funk erschallte der Hilferuf
Zu den Schiffen, die fuhren an Lee und Luv
Und ein Tapf'rer hörte das Flehen
Ja schon schoss er heran in eilender Fahrt
Käpt'n Ralph samt Crew auf ihrer „Irmgard“
Um in Notzeit uns beizustehen.

Ach die See war so rau und wir mühten uns sehr
Mit Klampen und Tauwerk am grünen Meer
Die Gefahr war stets der Begleiter.
Doch schließlich gelang, was unmöglich erschien
Und wir fuhren im Packerl nach Dragør hin
Unser Sinn wurde zusehends heit'rer Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln

Wir erreichten den Hafen und legten an
Fest verzurrt und vertäut wie ein Katamaran
Alle Leute gaffen und glotzen.
Wie ein Feuer lief die Kunde umher
All überall erzählte man diese Mär
Von uns, die dem Unbild trotzten.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 17. August 2006: Dragør Fort (Amager)


Durch eine unglückliche Fügung des Schicksals waren wir im Hafen von Dragør gestrandet. Wir lagen längsseits am Steg in einem beschaulichen Hafen, wo wir nach dem Frühstück überein kamen, dass der Skipper und sein Adjutant beim Schiff bleiben würden, um dort die notwendigen Reparaturen einzuleiten, und es damit dem Rest der Mannschaft frei stünde, die nahe gelegene Hauptstadt zu erkunden. Doch bevor wir unser Tagewerk beginnen konnten, stand noch eine traurige Pflicht an: Die „Irmgard“ - treue Begleiterin durch zahllose Gefahren – verließ uns, und setzte wieder Kurs Richtung Heimat. Tränen reich war dieser Abschied. Es wurden Küsse und Telefonnummern, Liebes- und Treueschwüre ausgetauscht, Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln bis sie, begleitet von Winken und Rufen, aus dem Hafen segelte. Der Rest des Tages verlief weitgehend ereignislos. Während die Landgänger den kleinen Kulturmarathon in Kopenhagen bestritten, überwachten die zwei zurückgebliebenen den Reparaturversuch auf der Eva-Maria. Einzig erwähnenswert ist noch die emsige und unermüdliche Freundlichkeit der Dänen, die uns schon die ganze Fahrt über verwirrt, da sie sich so deutlich von der Alt-Wiener Grantigkeit abhebt, für die wir Österreicher so berühmt sind.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 18. August 2006: Dragør Fort (Amager) – Kopenhagen (Seeland)


Der Tag begann mit Routine Aufgaben: Wir wurden von der „Anna-Nina“ ins Packerl genommen gähn, legten als provisorischer Katamaran vom Fischereihafen Dragørs ab Déjà vu? und legten dann im Doppelpack im Fährhafen wieder an langweilig. Selbst das schwierigste Manöver entlockte den Crewmitgliedern kaum mehr als ein müdes Lächeln. Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Es scheint mittlerweile fast so, als ob sich hier keine eigenständigen Wesen mehr übers Deck bewegten, sondern vielmehr Teile eines riesigen Organismus, der schon die Kommandos des Skippers ausführte, noch bevor dieser sie quer übers Schiff bellt, ganz so, als könnten sie seine Gedanken lesen. Im Fährhafen wurde dann alles für die Reparatur vorbereitet. Für 1200 des heutigen Tages war ein Kranwagen bestellt worden, um unser See marodes Schiff aus dem Wasser zu heben, und für 1300 hatte Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln sich der Mechaniker angekündigt. Nun: Die Dänen haben offensichtlich noch eine geheime, uns unbekannte Zeitzone, auf die sie bei solchen Gelegenheiten gerne zurückgreifen. Denn die Stunden verstrichen, und bis in den späten Nachmittag hinein kam kein Mechaniker in Sicht. Als er dann schlussendlich doch auftauchte, hatte er allerdings den Fehler rasch lokalisiert und behoben, sodass unser Schiff gegen 1800 wieder seetüchtig auf dem Wasser schwamm.
Des Abends schipperten wir dann noch nach Nyhavn – einem Hafen im Herzen Kopenhagens. Es ist ein eigenartiges Gefühl, mitten in einer Stadt einzulaufen – ungefähr so, als ob man mit seinem Wohnzimmer auf einer sehr breiten und ruhigen Straße durch Wien fährt, um dann vor dem Stephansdom zu schlafen.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 19. August 2006: Kopenhagen (Seeland)/(DK) – Helsingborg (S)


Als wir heute Morgen erwachten, mussten wir überrascht feststellen, dass uns über Nacht unser Kapitän abhanden gekommen war. Groß war unsere Sorge, als wir ihn vergeblich im Hafen und in der näheren Umgebung suchten. Schließlich tauchte er von selbst wieder beim Schiff auf – seltsam bemalt, und vom offensichtlichen Konsum unbekannter Rauschmittel schwer gezeichnet. Er verlor kein Wort darüber, wo er gewesen war, und verschwand auf direktem Wege in seine Kabine. Doch Gerüchten zu Folge soll er an einem seemännischen Ritual teilgenommen haben, bei dem Maskierung und viel nackte Haut eine wichtige Rolle spielen. Wir verließen also unter dem Kommando des ersten Maats Nyhavn, und segelten Richtung Helsingborg in Schweden. Dort erwartete uns eine Überraschung: Denn es fand gerade die große Helsingborger Bootsmesse, wie auch das größte schwedische Autotuningtreffen statt! Offensichtlich war unser Tourguide nicht gewillt, auf dieser Reise auch nur irgendein Event auszulassen: Zuerst die Hanse Sail in Rostock, dann das große Plattfischfestival in Klintholm, der spektakuläre Großbrand in Kopenhagen und nun das! Perfekt inszeniert – ganz großes Kino! Bravo! Nach dem Festmachen sprangen wir von Bord, um uns erst einmal an der berühmten schwedischen Küche zu laben. Danach schlenderten wir noch ein Weilchen durch die Gassen der Stadt, wo wir die Tuningfans dabei beobachten konnten, Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln wie sie dem Gott der Halbstarken verbrannten Gummi als Opfer dar brachten. Außerdem machten wir noch einen Abstecher zu den ausgestellten Schiffen. Eine schnelle Hochrechnung ergab, dass wir, wenn wir all unsere Ersparnisse zusammenlegten, uns schon zwei Fender leisten könnten... verdammt! Nach diesem sehr aufregenden Tag gingen wir so gegen 2200 zu Bett, und ließen uns von den Barden, die auf der anderen Seite des Hafens Teile bekannter Schlager zum Besten gaben, in den Schlaf jaulen.

20. August 2006: Helsingborg (S) – Hundested (Seeland)/(DK)


Ein turbulenter Tag liegt hinter uns. Jetzt, da sich die Dunkelheit wie ein sanfter Schleier über Dänemark gesenkt hat, und ich die einzelnen Szenen an meinem inneren Auge vorbeiziehen lasse, verschwimmen die Ereignisse zu einem Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln einzigen großen Strom an Bildern und Begebenheiten, sodass ich Mühe habe, sie auseinander zu halten. Dennoch will ich versuchen, Alles in chronologischer Reihenfolge wiederzugeben:

  • Helsingborg verlassen
  • Delphin gesehen
  • Hundested erreicht
    Ja – so wird es sich wohl zugetragen haben....

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 21. August 2006: Hundested (Seeland) – Agersø (Agersø)


Die Etappe von Hundested nach Agersø hatten wir uns als Etappe für den heutigen Tag auserkoren. Da wir allerdings in den vorangegangenen Tagen, durch Flauten und ungünstige Winde immer wieder zum Motoren gezwungen worden waren, stand als allererster Tagesordnungspunkt die Lokalisierung und Inbetriebnahme einer Schiffsdiesel-Tankstelle auf dem Plan. War ersteres noch recht einfach zu bewerkstelligen, so stellte sich Punkt zwei als einigermaßen schwierig heraus. Die Zapfsäule weigerte sich strikt, auch nur den winzigsten Tropfen Diesel auszuspucken. Egal was wir auch versuchten – die Säule zeigte uns, mit einer provokanten Gleichgültigkeit, immer die gleiche dänische, und damit für uns unverständliche, Meldung an. Und so schlugen wir eben unser temporäres Lager auf – in dem landschaftlichen Idyll zwischen Öltanks, Lastenkränen und rostigen Schiffsskeletten.... kaum zwei Stunden später hatten wir dann auch schon an der frisch reparierten Station getankt, und fuhren los Richtung Agersø. Wir würden Agersø erst in den frühen Morgenstunden des nächsten Tages erreichen, also machten wir uns und das Schiff bereit für den bevorstehenden Nachtschlag. Wir lauschten noch den letzten Sicherheitsanweisungen, als wir ruhig der Nacht entgegen segelten.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 22. August 2006: Agersø (Agersø) – Svendborg (Fünen)


Wir waren die ganze Nacht über unterwegs gewesen. Unter Segeln hatten wir die Spitze der Insel Seeland umrundet, gegen 2400 waren wir unter der wunderschön beleuchteten Brücke, die den Großen Belt überspannt, hindurch gefahren und schon um 0243 des heutigen Tages hatten wir den Hafen von Agersø erreicht. Wir hatten eigentlich damit gerechnet, wesentlich später anzukommen, doch eine gnädige Strömung hatte uns so viel Vortrieb gegeben, dass wir zwischenzeitlich sogar mit 12 Knoten Fahrt über Grund unterwegs gewesen waren. Nach einer kurzen Nachtruhe wurde dann damit begonnen, das liebliche Städtchen zu erkunden. Einhelliger Tenor: Langweilig... also schipperten wir gleich weiter Richtung Svendborg.
Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Svendborg war im Reiseführer als pulsierender Ort voller Restaurants und netter Cafés beschrieben worden – eine Einschätzung, die wir nur bedingt bestätigen konnten. Es war uns nämlich nicht möglich, ein dänisches Lokal zu finden, in dem man gewillt war, 7 Österreicher zu verköstigen. Auch gut – gab's eben Pizza. Des Abends gab es dann noch ein Wiedersehen mit der „Anna-Nina“. Das allerdings von einer eher bedrückten Stimmung geprägt war. Mit dunklen Augenringen und hängenden Schultern, stand die Crew an Deck als das Schiff in den Hafen einlief. Auf die Frage nach dem Grund ihrer trüben Gemütslage nickten sie nur stumm und hasserfüllt in Richtung der Fender. „Wer seine Mannschaft liebt, der quält sie!“ rief mir ihr Käpt'n lachend zu, während er seine mit Zahnbürsten bewaffneten Matrosen auch schon wieder zum Deck schrubben abkommandierte – bin ich froh, dass unser Skipper nicht auch so liebt... Wir versuchten noch, sie mit einer großzügigen Bierspende aufzuheitern, doch es half nicht viel. Ich denke, ich werde diese armen Teufel ab heute in mein Nachtgebet einschließen.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 23. August 2006: Svendborg (Fünen) – Aerøskøbing (Aerø)


Wir hatten vereinbart, den heutigen Vormittag als Shopping- und Bummeltag zu nutzen. Also schwärmten wir alle aus, um in möglichst kurzer Zeit so viele dänische Kronen wir möglich zu verprassen. Zu unserem Glück erwies sich Svendborg als wesentlich bessere Einkaufs- als Ausgehstadt, und so kehrten wir am frühen Nachmittag arm aber glücklich aus den diversen Läden zurück. Gegen 1400 setzten wir dann Segel Richtung Aerøskøbing. Diese Stadt war mehr als pittoresk – kleine windschiefe Häuschen, runde Scheiben in Türen und Fenstern, verwinkelte Gässchen – so ungefähr habe ich mir immer eine Hobbit Siedlung vorgestellt. Wir haben außerdem ein neues Spiel an Bord – es nennt sich „Vorräte verkochen“. Dabei ist es Pflicht, soviel wie möglich der gebunkerten Lebensmittel in irr witzigen Kombinationen zusammen zu mischen, und das Ganze dann der Crew als Mahlzeit vor zusetzen. Heute zum Beispiel gab es Kaiserschmarren – und zwar in einer Menge, die die Napoleonische Armee satt durch den Russlandfeldzug gebracht hätte. Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln Dem armen Maat, der für dieses Mahl händisch das Eiklar zu Eischnee zu schlagen hatte, mussten wir danach in einer Notoperation beide Arme amputieren. Zum guten Glück halfen uns die Matrosen der „Anna-Nina“, bei der Vernichtung des riesigen Schmarrenbergs. Sie waren so begeistert, dass sie uns als Dankeschön zu einem kleinen Umtrunk auf ihr Schiff einluden. Wie nicht anders zu erwarten war, mutierte das gemütliche Zusammensein zu einem waschechten Saufgelage. Für morgen darf mit dem Schlimmsten gerechnet werden.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 24. August 2006: Aerøskøbing (Aerø)/(DK) – Orth (Fehmarn)/(GER)


Das Ziel des heutigen Tages war die deutsche Ortschaft „Orth“ auf der Insel Fehmarn zu erreichen. Obwohl die Siedlung nur wenige Seemeilen entfernt war, stellte das Erreichen doch eine gewisse Herausforderung dar, denn das gestrige Gelage hatte deutliche Spuren des Verschleißes bei einigen Crewmitgliedern hinterlassen. Und so bildete sich schon bald ein kleiner Kreislauf mit den Stationen: Klo – Kopfwehtabletten Ausgabe – Bett – Steuerrad, Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln die von den Betroffenen in stetem Wechsel durchlaufen wurden. Überdies war auch die Strecke selbst recht anspruchsvoll. Das Fahrwasser war so schmal, dass man sich, einem Riesentorläufer gleich, durch die farbigen Bojen schlängeln musste. Trotz aller Widrigkeiten erreichten wir gesund und in einem Stück unseren deutschen Zielhafen. Morgen machen wir uns auf Richtung Rostock – dem Heimathafen unserer braven „Eva-Maria“ und gleichzeitig dem Ende unserer Reise.

Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln 25. August 2006: Orth (Fehmarn) - Rostock


Wir waren um 0200 in der Dunkelheit los gesegelt. Es war der letzte Schlag unserer Reise, und wir blickten wehmütig auf die Ereignisse der letzten zwei Wochen zurück – viel hatten wir erlebt, viel gelernt und viel gelacht. Leise brummte der Motor, als wir auf die letzte Etappe zu fuhren. Wir erreichten Rostock um ca. 1030. Fast unmittelbar nach dem Anlegen wurde uns deutlich vor Augen geführt, dass wir uns nicht mehr im freundlichen Dänemark, Schweden Yachtcharter, Schweden Mitsegeln sondern bei unseren deutschen „Freunden“ befanden. Wir reinigten und räumten das Schiff und übergaben es wieder wohlbehalten dem Eigner.

Ich möchte meinen Dank aussprechen dem Skipper, dem Co-Skipper, wie auch jedem einzelnen Crewmitglied, die durch ruhige Planung, Voraussicht und starken Zusammenhalt diese Reise zu einem Erlebnis werden ließen!

 

Segeltörnvorbereitung

Samstag, 12.08.06 - Samstag, 26.08.06

Rostock (D) - Kopenhagen (DK) - Großer Belt (DK) - Rostock (D)

Nun ist es soweit - aus der Idee, irgendwann und irgendwo in der Ostsee in See zu stechen ist ein Konzept für einen Segeltörn geworden. Soweit wie möglich habe ich versucht, die Anregungen und Wünsche derjeniger zu kombinieren, welche die Idee zu diesem Segeltörn hatten (6 Personen). Prinzipiell ist die Dänische Südsee als "Einsteigerrevier" sehr geschätzt, da dieses Revier eine abwechslungsreiche Küstenlinie und Landschaft bietet, angenehme Segelbedingungen vorherrschen (z.B. geringe bis keine Ebbe) und es auch kulturell (bei Schlechtwetter) einiges zu bieten hat. Aber alles der Reihe nach:

Jahreszeit: In den Sommermonten erreichen sowohl die durchschnittle Lufttemperatur (18°C), die durchschnittliche Wassertemperatur (16°) als auch die Anzahl der Sonnenstunden (10h) ihr Maximum. Die Anzahl der Regentage ist mit 9 Tagen pro Monat relativ gering. Soweit wir bis jetzt die Urlaubssituation abschätzen können, hat sich bei den meisten der August am idealsten herauskristallisiert.

Segelrevier: Die deutsche Ostseeküste ist sowohl mit dem Flugzeug als auch mit dem Auto gut erreichbar. Die Inseln der dänischen Südsee sind abwechslungsreich und es bieten sich bei fast allen möglichen Windrichtungen attraktive Routen und Häfen an. Nicht nur eine Reihe von norddeutschen Hansestädten sind in Reichweite, sondern auch Kopenhagen als auch die schwedische Südküste bietet sich als Abstecher an. Die direkte Entfernung Rostock - Kopenhagen beträgt ca. 130 Seemeilen und ist eigentlich eine sehr kurze Segeldistanz - genau das richtige für einen gemütlichen Segeltörn, um auch noch genügend Zeit für Landausflüge zu haben. Auch ein verlängerter Urlaub rund um das gewählte Segelrevier ist möglich, um noch mehr Eindrücke von einer bei uns relativ unbekannten Gegend zu erhalten.

Rahmenprogramm: Die Sommermonate sind an den Ostseeküsten bzw. in den Ostseestädten und Häfen die Festivalzeit, sowohl in kultureller als auch in sportlicher Hinsicht. So findet z.B. die Hanse Sail Rostock 2006 vom Donnerstag, 10. August bis Sonntag, 13. August stat und eine Vielzahl von kleineren und größeren Segelschiffen bis hin zu den großen Rahseglern versammeln sich zu diversen Regatten in Rostock. Ebenso findet die Baltic Sail 2006 zwischen Lübeck und Travemünde von Donnerstag, 24. August bis Sonntag, 27. August statt. Zwischen diesen Fixterminen habe ich unseren Segeltörn angesetzt, da dann gerade in diesem Bereich der Ostsee zu Wasser und zu Lande einges los sein wird. Ein weiterer Vorteil eines Startpunktes in Norddeutschland ist, dass wir Lebensmittel günstiger bunkern können als in der Inselwelt Dänemarks oder der Südküste Schwedens.

Weitere Vorgangsweise: Um fix zu chartern bzw. abschätzen zu können, wie viele Personen tatsächlich teilnehmen werden, ist es jetzt noch zu früh. Aus jetziger Sicht würde ich im Jänner/Februar chartern bzw. eine erste Segeltörnvorbesprechung für sämtliche aufkommende Fragen ansetzen - Termin bzw. zusätzliche Info folgen. Bis dahin kann jeder von uns weitere Interessierte einladen bzw. "anheuern" oder an mich verweisen - jede(r) ist herzlich willkommen. Sollten wir mehr Personen werden als auf eine Segelyacht passen, dann werden wir einfach zwei Segelyachten chartern. So wie es derzeit aussieht, sind 3 geprüfte Skipper bei dem Segeltörn dabei und es wird wohl kaum jemand aus Kojenmangel zu Hause bleiben müssen.

Anmeldung: Aus den bisher organisierten Segeltörns haben wir gelernt und chartern eine Yacht für genau die Anzahl an Personen, die teilnehmen werden. Wer sich also fix eine Koje reservieren möchte und es ernst mit der Teilnahme meint, bitte als Anzahlung € 150 pro Person auf mein Konto überweisen. Bei der ersten Segeltörnvorbesprechung werden wir die ersten Funktionen an Bord vergeben, darunter auch die Bordkassa. Jemand von der Crew wird dann die Verantwortung für die Bordkassa sowie die geleisteten Anzahlungen übernehmen.

 

Fahrtroute

Hinweise zur Benutzung: Für das Zoomen in der Google Map benötigst du einen leistungsstarken Rechner und eine gute Internetverbindung! Andernfalls kann es leicht dazu kommen, daß dein Browser nicht mehr reagiert! Falls dennoch in der Infozeile deines Browsers "keine Rückmeldung" steht: Gib dem Browser ein paar Sekunden Zeit, bis er sämtliche Informationen von Google Map geladen hat, erst dann weiter zoomen. Browserabhängig funktioniert es auch, wenn du die Seite aktualisierst.

Segeltörn 2006 Schweden, Deutschland, Dänemark - Schweden Yachtcharter, Mitsegeln Schweden


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