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2001 Feb. Segeltörn Adria (Slowenien - Kroatien) - Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden

Besatzung: 9
Schiffstyp: Gib Sea 422
Datum von: 17.02.2001
Datum bis: 03.03.2001
Seemeilen: 585 sm
Fahrtroute: Portoroz (Slowenien) - Cres (Kroatien) - Zaglav - Vodice - Trogir - Portoroz

Von diesem Segeltörn sind die Bilder derzeit noch in einer sehr schlechten Qualität vorhanden, da sie aus der analogen vor-digitalen Zeit stammen. Sobald die Originale gefunden sind, werden sie erneut eingescannt und hoffentlich kommt dieses Mal ein besseres Ergebnis heraus!


2001 Juli/Aug. Segeltörn Ijsselsmeer - Nordsee - Ostsee (Niederlande - Deutschland)
2001-2008 Segeltörnarchiv




Logbuch

1. Segeltörn!

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden Unser erster Segeltörn steht vor der Tür! 8 total motivierte Jungs, die größtenteils den Theoriekurs für den FB3 Schein schon hinter sich haben, aber noch nie am Meer segeln waren geschweige denn großartige Erfahrung beim Jollen segeln gesammelt hätten, stechen im Winter in See! Warum im Winter? Allesamt sind wir Studenten, und wir brauchen Seeerfahrung für die Praxisprüfung. Aber was hat man nicht als Student? Geld. Daher fuhren wir auch im Winter nach Kroatien, und haben billig eine Segelyacht gechartert, und bis auf die letzte Koje die Segelyacht belegt, damit es noch günstiger wird. Unseren erfahrenen Skipper haben wir unerfahrenen Theorie-Segler so hergenommen, dass es der letzte Segeltörn unseres Skippers blieb... bis heute. Viel Spaß beim lesen der Logbucheintragungen, welche vom Skipper und verschiedenen Crewmitgliedern verfaßt wurden!

 

Klick auf das Bild um die Präsentation zu starten!

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Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 17. Feb. 2001: Portoroz


Skipper: Josef R.
Crew: Klaus P., Florian Z., Franz G., Otto G., Ralph P., Tobias H., Marc H., Werner M.
Ankunft um 1300 in Portoroz und Beginn der Übernahme der Aventura. Nach dem Ende der Übernahme um 1730 gibt’s die erste Einweisung in die Technik vom Skipper Josef (oder kurz Seppl, von uns liebevoll auch wegen seiner Führungsqualitäten Chef oder wegen seiner Allmacht an Bord Gott genannt). Um 1945 zauberten uns Tobias und Marc Nudeln mit Gorgonzolarahmsauce. Um 2100 geht Otto in der Marina verloren, ein Suchtrupp bestehend aus Marc und Tobias wird losgeschickt. Um 2215 übt sich Ralph in „Yoga“-Übungen an Deck.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 18. Feb. 2001: Portoroz


Wir frühstücken um 0830. Anschließend folgten weitere Einweisungen. Im Laufe des Tages übten wir steuern und Manöver. Um 1400 setzten wir unter großem Hurra der Mannschaft zum ersten Mal Segel, bevor wir eine Einweisung in Lifebelt, Schwimmweste & Co erhielten.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 19. Feb. 2001: Portoroz – Piran – Umag - Porec


Wir starten erst um 1215 da es Verzögerungen bei den Reparaturarbeiten gibt. Im Hafen von Piran legten wir an der Tankstelle an und klarierten in Slowenien aus. 85 Liter Diesel für 12.355 Tolar. Die Slowenischen Behörden benötigen keine Crewlisten, jedoch den Chartervertrag. Im Hafen von Umag klarieren wir in Kroatien ein. Ansteuerung zwischen den vorliegenden Leuchtfeuern in den Hafen; im Hafen die grüne Boje Steuerbord liegen lassen, dahinter liegen Untiefen! Das Hafenbüro befindet sich im ersten Stock. Nach dem Segelsetzen übten sich sämtliche Crewmitglieder beim Steuern. Am 19.02.01 im Jahre des Herrn übernahm Ralph das Steuer und der Himmel verfinsterte sich und schüttete Regen über uns aus! Bei der Ansteuerung von Porec bildeten gleich 5 Männer eine Traube am Bug. Ansteuerung des Hafens Porec über das Licht des Sektorfeuers, danach zwischen rotem und grünem Leuchtfeuer. An der Hafenmauer hatten wir Kontakt mit leicht riechenden Moorings. Zur Jause gab's Chili con Carne und einige Biere. Die Crew war sehr „gschafft“ vom Steuern, genau so wie unser Skipper Sepp.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 20. Feb. 2001: Porec – Pula - Banjole


Nachdem wir in Porec die letzten Besorgungen erledigten und die Hafengebühr von ATS 500 bezahlt hatten, liefen wir unter Motor mit der Hoffnung auf Wind aus. Um 1130 justierten wir den Autopiloten, indem wir einen Kreis mit einer Geschwindigkeit unter 2 kn in einer Zeit von 3 min zogen. Hierbei verglichen wir immer wieder Handpeilkompass, Steuerkompass und GPS. Im Hafen von Pula mussten wir uns Backbord halten, da an Steuerbord eine Tonne eine Gefahrenstelle markierte, und drehten lediglich eine Hafenrunde. In der Bucht Banjole hatten wir die Idylle schlechthin entdeckt! Wir legten an einer kleinen Mole eines aufgelassenen Militärstützpunktes an und begannen Feuerholz zu sammeln. Nach einem Chiligeschnetzelten von Tobias fand der Abend am Lagerfeuer seinen Ausklang. Die Bucht Banjole ist ohne Probleme anzusteuern. Acht zu geben ist nur auf den seichten Streifen beim Ufer. Unter Tags fanden wir eine Boje, die nicht im Hafen- und Küstenhandbuch vermerkt war auf 45°11,34'N 013°29,96'E.
Yachtcharter Stockholm - Ocean Spirit Schweden: Charteryacht Stockholmer Schärengarten Archipel, Bootcharter schwedische Westküste, Segelcharter schwedische Ostküste; Välkommen ombord!

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 21. Feb. 2001: Banjole – Cres - Nedomisje


Am Morgen ging es ohne Wind, dafür aber mit gewissen Nachwehen vom Feiern beim Lagerfeuer los. Davor sprangen noch 2 motivierte Crewmitglieder (Tobias und Marc) beim Anlegeplatz in die eisigen Fluten. Danach musste Otto, Kapitän unseres Dinghis, für ein Mann-über-Bord-Manöver herhalten. Nach Anweisung unseres Smutjes Tobias liefen wir Cres an, um neue Nahrungsmittel zu bunkern. Am Abend ankerten wir nach einigen Ankerversuchen (ca. 5x) in der Bucht Nedomisje südlich von Cres. Zuerst ruderten Otto und Klaus eine Runde, um die Untiefen auszuloten und um danach eine Leine an einem Poller aus zubringen. Zum Abendmahl gab's Nudeln mit Thunfischsauce, nach einem Lagerfeuer begann dann die Ankerwache, Florian – Tobias, Otto – Klaus, Werner – Marc, Franz - Ralph.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 22. Feb. 2001: Nedomisje – Cres – Mali Losinj


Um 0730 hieß es „Anker frei“ und die Leine wurde eingeholt. Bei den Nachtwachen gab es keinerlei Komplikationen sowie einen reibungslosen Ablauf. In der Früh erkannten wir durch Aufleuchten der Ladekontrolllampe die defekte Lichtmaschine, die uns bis zum Segeltörnende keine Ruhe mehr lassen sollte. Der Austausch gegen eine gebrauchte dauerte bis 1415! Dafür fuhren wir unter Motor zurück nach Cres. Die alte Tankstelle in Cres ist nicht mehr vorhanden. Die neue bei der Marina hat trotz angeschlagenen Öffnungszeiten (0700 – 1200 und 1500 – 1900) nicht offen. Am Abend lieferten wir uns eine spektakuläre Anfahrt zum Hafen Mali Losinj. Wir tasteten uns an den weißen Sektor des Leuchtfeuers bei der Hafeneinfahrt heran, der restliche Teil der Ansteuerung klappte Dank einer guten Befeuerung (und generell Beleuchtung der Küste) einfacher. Statt des Abendessens gab's Jause durchgehend.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 23. Feb. 2001: Mali Losinj – Molat – Zaglav


Wir segelten die Nacht durch und teilten uns daher in zwei Gruppen ein: Franz, Tobias, Florian (2100 – 0200) sowie Klaus, Otto, Ralph (0200 – 0630). Der Hafen in Molat wurde umgebaut, anlegen kann man an der Mole für die Fähre ab dem doppelten roten Strich und Pfeil mit der Schrift „for yachts only“. Der restliche Teil der Anlegestelle ist für Yachten mit Tiefgang über 1,5m nicht geeignet. Nachdem wir bis 1100 gerastet hatten und keinen Mechaniker auftreiben konnten, begaben wir uns Richtung Zaglav, zur einzigen Tankstelle zwischen Mali Losinj und Murter. Während der Fahrt funktionierte die Lichtmaschine wieder bis 1140, dann versagte sie für immer. Um uns gesellschaftsfähig zu machen, wurde der Motor vom Skipper bei den Koordinaten 44°07,3'N 014°58,8'E gestoppt und alle nahmen (einschließlich Otto und Ralph) ein Bad im Meer [es ist Winter, Anmerkung der Redaktion]. Dabei gab es kurzfristig helle Aufregung: Wir befanden uns mitten zwischen 2 Inseln, unter uns ca. 80m Wassertiefe, und der Großteil der Mannschaft war bereits im Wasser. Plötzlich legte der Tiefenalarm los, eine hilfreiche Einrichtung, wenn man in seichten Gewässern unterwegs ist, so ca. bei 2m Tiefe – aber auf 80m Tiefe? Da muss schon etwas unter dem Schiff sein... Wasser sprudelt, alle schauen, dass sie so schnell wie möglich an Deck kommen. Die Lösung des Problems: Das Lot (Tiefenmesser) ist mit dem Log (Geschwindigkeitsmesser) gekoppelt, macht das Schiff keine Fahrt durchs Wasser, kennt sich die Elektronik nicht mehr aus und gibt Alarm. Also Fehlalarm, kein Hai unter dem Schiff, wieder retour ins Wasser. In Zaglav mussten wir die Wartezeit auf den Tankwart im Wirtshaus überbrücken, wo wir die Kellnerin Vesna kennen lernten. Diese verriet uns, dass am Abend am Berg ein Maskenball sei. Nachdem wir uns um 1700, nachdem das Geschäft aufsperrte, mit Lebensmitteln versorgten und unseren Tank auffüllten, begann eine wahre Weißwurstorgie, bei der Sepp den Weißwurstsenf mit seinem Leben verteidigen versuchte. Der Tankwart lebte 25 Jahre in Perchtoldsdorf, Zitat Tankwart: „I bin a oida Schmähführer(dandler).“ Mit gscheiter Unterlage im Bauch starten wir auf den Berg, wo wir aber „nur“ den Clubraum der dortigen Jugend vorfanden, wo wir roten Spritzer aus einem Kochtopf vorgesetzt bekamen. Dem nicht genug, brauchten drei von uns noch ein Abenteuer. Um 0235 starteten Sepp, Otto, und wer sonst als Franz nach Sali um dort noch auszugehen. Nachdem sie diverse Privatgärten durchstreift hatten und kein offenes Lokal mehr vorfanden, legten sie sich zur Ruhe. Otto, der im Cockpit schlief, wurde um 0625 von Einheimischen geweckt, da eine Fähre einlief und unsere Strategen auf deren Anlegestelle anlegten. Der Stress war perfekt, Schiff und Unterhosen wurden verholt. Ab diesem Zeitpunkt begann es zu regnen, und nachdem wir die Einkäufe erledigt hatten, starteten wir Richtung Vodice.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 24. Feb. 2001: Zaglav – Sali - Vodice


Endlich kam richtig Wind auf (6-7 Bft.) und wir mussten die Segel reffen. Einigen an Bord, den Skipper mit eingeschlossen, wurde der Seegang unter Deck zu viel und wir flüchteten uns ins Cockpit. Marc ist mit 12 Versuchen und 4 erfolgreichen der erste, der kotzt. Um 1300 kam „Action“ auf, da der Spifallkarabiner brach und uns obendrein ein Überläufer bei der Rollreffanlage beschäftigte. Am Abend waren alle glücklich, als wir die Marina in Vodice erreichten. Jedoch tauchte schon wieder ein schönes Problem auf, wir bekamen keinen Landstrom trotz Bemühung von Gatti (Franz). Das Wetter wurde statt besser, immer schlechter. Aus dem Regen wurde Schneetreiben, und der Kellner meinte: „Jetzt wir haben Wetter wie euch in Österreich.“ Nachdem wir bei „Toni“ gespeist hatten, war unter Deck schnell Ruhe eingekehrt.
Skipper: Steak
Crew: Pizza

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 25. Feb. 2001: Vodice - Trogir


Am Vortag haben wir noch eingekauft, so starten wir voll gebunkert los Richtung Trogir. Laut unserem Vercharterer soll unser Schiff, bzw. unsere Lichtmaschine, von der Zweigstelle des Vercharterers repariert werden. Am Anfang waren wir noch mit Wind gesegnet, der uns aber im Laufe des Tages verließ. Da unsere Akkus dramatisch leer waren, rief Sepp den Stromnotstand aus. Es durften nur noch die Navigationsgeräte betrieben werden. Die Fahrt verlief äußerst ruhig, und so legten wir in Trogir in der Marina an. In der Marina angelegt, bemerkten wir, dass unser Landstromkabel zu kurz war. Unser „Umlegemanöver“ endete in einer anderen Segelyacht, da in der Marina von Trogir die Wasserströmung stärker als geplant war. Wir brachten eine Leine mit dem Dinghi an den gegenüberliegenden Steg und zogen so unsere Segelyacht weg. Alles in allem ist außer ein paar Kratzern jedoch nichts passiert, und so konnten wir Dank Landstrom einen warmen Abend in unserem Salon verbringen. In der Früh funktionierte der Landstrom jedoch nicht mehr, und Dank unseres Kühlschranks sind unsere Akkus unter 11V Spannung abgefallen. ABER wir haben ja unseren Franz. Um 1900 tauchte dann doch noch ein Mechaniker auf und nahm unsere Lichtmaschine mit. Am Abend bekamen wir von unserem Smutje Tobias noch vorzügliche Nudeln mit Gorgonzola-Thunfischsauce vorgesetzt.
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Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 26. Feb. 2001: Trogir – Dugi Otok


In der Früh machten einige von uns einen Erkundungsspaziergang in der mittelalterlichen Stadt Trogir. Die am Festland gelegenen Hügel waren mit Schnee bedeckt, ein ungewohntes Bild in Mittelkroatien. Um 1100 tauchte dann unser Mechaniker mit 2 Gehilfen auf uns setzte die reparierte Lichtmaschine wieder ein. Des Weiteren bekamen wir einen neuen Stecker für unser Landstromkabel. Bevor wir um 1430 ablegten deckten wir uns noch mit Gas, Wasser, Brot, Bier und Trinkwasser ein. Wie immer liefen wir unter Motor mit 7 kn und 2000 U/min aus und warteten nur noch, bis die Einfahrt der Marina von Trogir hinter uns lag, damit wir endlich Segel setzen konnten. Zuvor ereilte unseren Skipper aber noch ein unerwartetes Moment der puren Freude. Obwohl das Objekt der Begierde noch einen unbestimmten Bruchteil einer Meile von uns entfernt war, erkannte Seppl mit seinem routinierten und vom Niedergang blau geküssten linken Auge das einsame und verlassene Dasein eines herzeigbaren Fenders mit stattlichen Rundungen Backbord voraus am Steinufer gestrandet. Während die übrige Besatzung mit der Aventura gemächlich eine Schleife zog, starteten Tobias und Otto im Dinghi eine waghalsige Fenderbergungsaktion – zur Freude unseres Skippers. Den Kurs Richtung Italien wieder eingenommen, setzten wir zuerst das Großsegel, anschließend die Genua und bei östlichem Wind segelten wir vor dem Wind im „Butterfly“ gemütlich ins offene Meer hinaus. Die See wurde immer ungemütlicher, und der Wind drehte in nordwestliche Richtungen. Hart am Wind ließ die Crew sich den Spaß beim Aufstellen eines neuen Geschwindigkeitsrekordes aber nicht nehmen. Besonders Mojzi (Werner) freute sich mit kräftigem oberösterreichischen Urgeschrei über jeden Zehntelknoten mehr, bis die Freude schließlich bei 8,14 kn ein Ende nahm. Die Einteilung für die Nachtwache war folgende: Franz (1930 Anfang), Ralph (2300 Anfang), Tobias (0130 Anfang), Florian (0200 Anfang), Werner (0330 Anfang), Marc (0430 Anfang), Klaus (0630 Anfang).

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 27. Feb. 2001: Trogir – Dugi Otok – Mali Losinj


Nachdem das tobende Gewässer mit geschätzten 4-5 m hohen Wellen immer unangenehmer unsere Mägen herumrumoren ließ, und sogar unseren atlantikerfahrenen Skipper – gestanden, nur aufgrund eines ihm von Franz nicht vergönnten Stückchens Salami – über die Reling gingen ließ, entschloss sich dieser unter Zustimmung so mancher Bleichgesichter dazu, das Erlebnis Adriaüberquerung abzublasen. Der neue Kurs lag bei 085° Richtung kroatische Küste. Die See beruhigte sich zunehmend, je weiter wir uns der kroatischen Küste annäherten. Mit dem notwendig gewordenen Starten des Motors entschied die wachhabende Mannschaft um 2315, die geschützte Fahrt nach Norden fort zu setzen. Der Wind frischte erneut auf und bis auf 2 Begegnungen mit Kreuzfahrtschiffen schaukelte die Aventura ohne weitere Vorkommnissen gen Norden durch die Nacht – unter Segel wohlgemerkt. Am frühen Vormittag holten wir die Segel wieder ein und steuerten mit einem kleinen Abstecher zwecks Windsuche die Nordküste von Dugi Otok an, wo wir bei einem ausgiebigen Erdapfel-Schmarren nicht nur 2 Delphine, sondern auch 2 auf Grund gesetzte und im Laufe der Zeit zu Wrack gewordene Schiffe zu Gesicht bekamen. Eines davon war ein italienischer Tanker, der 1982 bei den Koordinaten 44°10'N 014°49,1'E gesunken ist. Die Hafeneinfahrt am Abend war dann eine alte Bekannte, an deren Molen wir sicheren Unterschlupf für die folgende Nacht fanden. Der Vorsatz für den nächsten Tag war eine erneute Adriaüberquerung, der gute Wille zählt, wie sich herausstellen sollte.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 28. Feb. 2001: Mali Losinj


Am frühen Morgen informierte sich unser Skipper über die allgemeine Wetterlage in der kroatischen Inselwelt. Der Hafenkapitän von Mali Losinj riet uns aufgrund von sturmartigen Winden mit noch stärkeren Böen mit Nachdruck ab, den Hafen zu verlassen. Da auch laut Auskunft eines Fährkapitäns bis zu 6m hohe Wellen vor der Bucht von Mali Losinj ihr Unwesen trieben, beschlossen wir kurzum, unsere Biervorräte aufzustocken und im Hafen zu verweilen. Fest vertäut an der Mole bereiteten wir auch einen Grog zu, ein einmaliges Erlebnis.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 1. März 2001: Mali Losinj – Pula - Fazana


Nach einem Tag Pause konnte es die gesamte Mannschaft nicht mehr erwarten, in See zu stechen. Gegenüber unseres Anlegeplatzes füllten wir unseren Tank voll (40l) und kontrollierten den Öl- und Wasserstand. Anschließend ging es zum Ausklarieren auf die andere Uferseite neben der Marina von Mali Losinj. Dies war notwendig, da wir bei günstigen Winden einen weiteren Versuch einer Überfahrt nach Italien gestartet hätten. Neptun ließ uns aber erneut im Stich und so nahmen wir sinnvollerweise unter Motor Kurs auf Pula, wo wir wiederum einklarierten und Tobias und Marc unser Schiff verließen. Hier wurde unser Schiff auch zum ersten Mal von der ansässigen Hafenpolizei kontrolliert. Ohne Probleme legten wir ab und liefen unter Motor weiter nach Fazana, wo wir die Nacht verbrachten und Franz fachmännisch unser Buglicht reparierte.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 2. März 2002: Fazana – Rovinj – Umag – Piran - Portoroz


In der Nacht hatten wir im Hafen von Fazana trotz nicht allzu grobem Seegang starke Wellenbewegungen an unserer Mole. Daraus schließen wir, dass dieser Anlegeplatz bei westlichen Winden eher ungeeignet ist. Vorsicht geboten sei so nebenbei bemerkt auch, da am äußersten Ende der Mole Platz für die Fähre freizuhalten ist und am frühen Morgen starke Wasserunruhen, hervorgerufen durch ein Militärboot, auftreten können. Nach einem bescheidenen Frühstück legten wir ab und steuerten durch den Kanal von Fazana Richtung Norden. Quer ab vom Hauptquartier Tito's, den größten Staatsmann in Yugoslawiens Geschichte, spielten einige Delphine mit ihren besten Freunden, den Möwen. Mit unseren Sportkeksen nahmen wir den Delphinen ihre Spielgefährten weg und bescherten uns hiermit ein schönes Motiv zum Fotografieren. Gegen Mittag legte unser Skipper jegliche Zweifel über unser Unvermögen beiseite und ließ uns in der prachtvollen Kulisse von Rovinj das Anlegen üben. In Umag klarierten wir aus Kroatien aus und versuchten vergeblich unsere Bierkisten loszuwerden. Erwähnenswert ist natürlich, dass dieses Anlegemanöver der eingeteilte Wachführer Florian bestens unter Kontrolle hatte. Ja, das hat er gut gemacht, drum wird er auch nicht ausgelacht! Richtung Piran ging's weiter unter der Wachführung von Otto. Dort angekommen steuerten wir zwischen zwei gut erkennbaren Blinklichtern in den Hafen hinein, klarierten in Slowenien ein und füllten den Tank mit 32l voll. Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden Mit den letzten zwei Seemeilen in die Marina von Portoroz beendeten wir unseren ersten Segeltörn, tranken einen letzten Manöverschluck und dankten Neptun mit Bier als Opfergabe für seine schützende Hand, die er während der zwei Wochen über uns hielt. Als letztes Abendessen bescherte uns Franz noch einmal extra scharfe Nudeln mit Tomatensauce, die Klaus mit seinem noch intakten Geruchssinn nach ein paar Schöpfern konsequent verweigerte. Bald danach schliefen alle.

3. März 2003: Portoroz


Heute ist der letzte Tag, Übergabe des Schiffes. Die Sache lief ganz gut, nur 85 DM für eine kaputte Winsch.

 

Fahrtroute

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2001 Feb. Segeltörn Adria (Slowenien - Kroatien) - Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden

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