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Funktion: Crew

2004 Segeltörn Juli / Aug. Nordatlantik (Island - Schottland) - Schweden Yachtcharter, Mitsegeln Schweden

Besatzung: 5
Schiffstyp: Ovni 43
Datum von: 26.07.2004
Datum bis: 31.07.2004
Seemeilen: 184 sm
Fahrtroute: Isafjördur - Patreksfjördur - Flateyri - Rif - Olafsvik















2004 Juli/Aug. Segeltörn Nordatlantik (Island - Schottland)
2004 Juni Segeltörn Adria Nord (Kroatien)



Logbuch

 

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 24. - 26. Juli 2004: Linz – London – Reykjavik - Isafjördur

Nach Island bin ich alleine geflogen, weil meine Crew erst eine Woche später nachkommen wird. Über London Stanstead in Reykjavik, Island, angekommen, hab ich bloß gewusst, dass sich die Segelyacht gerade im Nordwesten der Insel befindet – bei den so genannten Westfjorden. Ich bin noch am selben Tag mit dem Flieger in Isafjördur angekommen, der „Metropole“ der Westfjorde – ein paar hundert Einwohner, eine Pizzeria, ein Hotel und ein Supermarkt, knapp südlich des Nordpolarkreises. Wie sich später herausstellen sollte, eine riesige Stadt im Vergleich zu den kleinen Ansiedlungen, die ich im Laufe des Segeltörns gesehen habe (kein Wunder, insgesamt gibt’s nicht mehr als 280.000 Isländer). Von der Yacht, der „Leon de Mar“, war weit und breit keine Spur, Handyempfang gab’s dort auch nur sporadisch, also habe ich einmal in der Jugendherberge übernachtet. Obwohl die Sonne hinter dem Horizont verschwindet, war es zu meinem Erstaunen 24 Stunden lang hell, auch bei Bewölkung.

 

Klick auf das Bild um die Präsentation zu öffnen!

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Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 26. - 27. Juli 2004: Flateyri

Skipper: Claus D.
Crew: Nikolaus B., Sonja B., Petra D., Werner M.
Am nächsten Tag früh Morgens, und einen Fjord weiter südlich habe ich schließlich die Leon de Mar, die einzige Yacht weit und breit, gefunden. Eine nette Truppe aus Deutschland ist an Bord, zwei junge Pärchen. Die anderen vier sind schon einige Tage länger unterwegs. Da ich mit meiner Crew dann über den offenen Nordatlantik bis nach Schottland segle, kann ich jetzt noch ein paar Tage lang mit der Vor-Crew das Schiff kennen lernen. Die Landschaft ist beeindruckend karg, keine Bäume, generell wenig Vegetation. Ein Hochseefischer, der einige Wochen auf See war, schenkt uns eine Scholle und einen Heilbutt; ausgenommen bleibt noch so viel übrig, dass wir auf die Beilagen verzichten. Sonst passiert nichts in dem extrem kleinen Ort - wer Ruhe möchte, ist hier richtig aufgehoben! Ein sehr kleines Geschäft ist alles, was der Ort zu bieten hat.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 27. Juli 2004: Umkehr

Wir stechen in See um weiter nach Süden zu gelangen. Außerhalb des Fjords werden die Bedingungen rasch zu heftig, der Wind aus südlichen Richtungen - wo wir eigentlich hin müssten - ist zu stark. Der Skipper ordnet die Rückkehr in den sicheren Hafen an. Die hohen Klippen sind vom Ozean aus betrachtet noch beeindruckender. Da es zu dieser Zeit entweder Sturm oder Flaute – mit sehr hohen nachlaufenden Wellen des jeweiligen Sturms – gab, konnten wir kaum auslaufen. So bestand unser Tagesablauf darin, im Hafen zu bleiben, einige Reparaturen am Schiff vorzunehmen, Wetterberichte über Funk, Navtext oder den Hafenkapitän zu erhalten, was Feines zu essen zu kochen und – das high light jeden Tages – ins örtliche Schwimmbad zu gehen. Ja richtig, obwohl die Dörfer sehr klein sind (wenn’s wenige hundert Einwohner sind, ist das schon riesig), gibt’s überall kleine Schwimmbäder. Oft outdoor, und beheizte Whirlpools. Eine feine Sache, wenn’s auch noch so unwirtliche Bedingungen im hohen Norden gibt.

27. - 28. Juli 2004: Flateyri

Tags darauf versuchen wir es erneut. Kurz vor Mitternacht laufen wir aus, dieses Mal ist der Wind akzeptabel, aber die Wellen stehen noch immer unbarmherzig hoch.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 28. Juli 2004: Patreksfjördur

Wir laufen am Morgen in Patreksfjördur ein und legen am Abend wieder ab. Wir liegen aber nicht am Steg, sondern gehen ins Packerl mit einem großen Schiff der isländischen Fischfangflotte. Uns erklären die Fischer, dass sie heuer (Juli!) nicht mehr auslaufen werden, da sie ihre Fangquote bereits erfüllt haben. Zwischendurch tanken wir Diesel. Aber nicht wie gewohnt bei einer normalen Tankstelle für Schiffe, nein, extra für uns wird ein Tankwagen gerufen. Außerdem geht sich ein kurzer Spaziergang aus. Die Fjorde sind sehr breit und weitläufig, die Klippen zum Ozean hin fallen fast senkrecht ins Meer. Wie die Bedingungen draußen am offenen Meer sind, können wir nur erahnen.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 28. Juli 2004: Steifer Wind/ grobe See

Hatten wir am Vortag keinen Wind und dafür rollende Wellen, die der Hälfte der Crew ein flaues Gefühl im Magen verschafften (so manche schwor, nur mehr wandern zu gehen!), geht's heute noch heftiger zur Sache. Mit 7 Bft. aus O, Böen und grober See kämpfen wir uns nach Rif durch. Spätestens hier erkennen wir, dass Island kein optimales Revier ist: Entweder zu viel Wind, oder kein Wind und dafür zu hohe Wellen. Die Wetterlücken haben wir auch immer genutzt, um nach Süden vorstoßen zu können. Bei 8 Beaufort habe ich viel Spaß am Steuer gehabt; Skipper Claus war unter Deck beim Navigieren, und der Dritte im Bunde, Nikolaus, stand eigentlich immer im Niedergang und hat zwischen Skipper und Steuermann die Konversation hin- und her geschrien. Durch den lärmenden Wind war das nicht anderes möglich. In der Bucht vor Rif sollen laut Landesinformationen häufig Wale gesichtet werden. Wir sehen allerdings keine - denen ist die Meeresoberfläche wahrscheinlich viel zu aufgewühlt und schäumt zu sehr.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 29. - 30. Aug. 2004: Rif

Eigentlich wollten wir weiter Richtung Süden, nach Reykjavik, oder zumindest im Hafen bleiben. Wind und Wellen stehen allerdings mit 8 Bft. direkt in den Hafen, hier können wir nicht mehr bleiben. Wir müssen auslaufen und den geschützteren Hafen Olafsvik anlaufen. Rif hat überdies kein Schwimmbad oder Hot Spots (bisher konnten wir in jedem kleinsten Ort ein heißes Bad nehmen) - ein Grund mehr, aus zulaufen. Außerdem attackieren uns die Seevögel, die auf einer Wiese unmittelbar neben der Yacht brüten, sobald wir ihnen zu nahe kommen.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden 30. - 31. Aug. 2004: Olafsvik

Bei 8 Bft. laufen wir in den Hafen ein. Der Hafenwechsel war ein guter Schachzug: Hier gibt es ein großes Geschäft sowie eine Schwimmhalle mit Hot Spot - Bereich! Das lässt uns fast vergessen, dass es draußen so unwirtlich ist. Ich komme mit dem Vorskipper überein, dass wir die Schiffsübergabe in Olafsvik, ca. 150 – 200 km weiter nördlich, machen und nicht in Reykjavik, unserem ursprünglichen Ziel. Die Bedingungen auf See erlauben kein Auslaufen mehr. In Olafsvik hat dann auch der komplizierte Crewwechsel stattgefunden – die eine Crew musste nach Süden, meine Crew musste nach Norden.

Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden Island ist eine unwirtliche Insel, keine Bäume, wenn, dann wenige Büsche, ansonsten nur Gras, Lavafelder, karge Bergrücken, Vulkane, Seen und Geysire. Wer Ruhe haben will, der muss nach Island gehen! Aber die Isländer sind sehr freundlich – nehmen Autostopper mit, in Schwimmbädern & Tankstellen wird Kaffee angeboten (gratis), weil sich jeder über ein fremdes Gesicht und ein Tratscherl freut. Verschlossene, aber wirklich sehr hilfsbereite Menschen, die viele Eigenschaften haben, welche ich bei unseren gestressten Mitmenschen in den Ballungsräumen dieser Welt all zu oft vermisse.

 

Fahrtroute

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2004 Segeltörn Island - Yachtcharter Schweden, Mitsegeln Schweden

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